Die Aare war lange Zeit einziger Verkehrsweg und bildete so das Rückgrat der gesellschaftlichen Entwicklung im Mittelland. Viele Ortschaften florierten dank der Schifffahrt und den Brücken, wo Zölle erhoben werden konnten. Transportiert wurden vor allem Wein, Salz und Korn. Flussaufwärts wurden die Boote mit Pferden oder mit menschlicher Muskelkraft vom Ufer aus gezogen. Später wurden auch Dampfschiffe eingesetzt, doch die Schifffahrt verlor zusehends an Bedeutung und kam in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Erliegen. Heute verkehren grosse Schiffe nur noch zwischen Biel und Solothurn. Diese Strecke gilt übrigens als schönste Flussfahrt der Schweiz.
Auch Holz konnte früher nur mittels Flossen auf dem Wasser transportiert werden, was auf der damals wilden Aare nicht ganz ungefährlich war. Im 19. Jahrhundert hat sich das Gesicht der Aare einschneidend verändert. Grossangelegte Gewässerkorrekturen und der Bau zahlreicher Kraftwerke schufen urbares Land und versorgten die wachsende Bevölkerung mit Energie. Nur wenige Flussabschnitte wurden von der monumentalen Ingenieurleistung verschont. Aus dem ungebändigten Gewässer wurde eine Abfolge von Stauseen. Dazwischen öffnen sich immer wieder bezaubernde Naturräume, die Heimat für seltene Tiere und Pflanzen bieten.
Erkunden Sie die Aare zwischen Solothurn und Biel mit dem Velo, zu Fuss, dem Kanu oder mit dem Schiff!
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