Casanova in der Schweiz

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«Gott welche Reize!», soll Giacomo Casanova bei seiner Reise durch die Schweiz im Sommer 1760 ausgerufen haben. Der 35-jährige Frauenverführer hatte gerade beschlossen, als Mönch ins Kloster Einsiedeln einzutreten, als er vor seinem Fenster eine Schönheit erblickte und seine Meinung augenblicklich wieder änderte. Madame de***, eine verheiratete Dame aus Solothurn, war der Grund dafür, dass Casanovas Reise ihn in das kleine Städtchen führte, blieb aber natürlich nicht die einzige Auserwählte auf seinem Siegeszug zwischen Zürich und Genf.
Das Libretto der komischen Oper «Casanova in der Schweiz» von Paul Burkhard und Richard Schweizer folgt ziemlich genau den Erzählungen von Giacomo Casanova über Liebe, Hass, Enttäuschungen und Intrigen. Der Schweizer Komponist Paul Burkhard, heute vor allem bekannt durch sein Musical «Feuerwerk», «Die kleine Niederdorfoper» und «D’Zäller Wiehnacht», hatte das Werk zusammen mit seinem Librettisten Richard Schweizer für das Zürcher Opernhaus geschrieben, wo 1943 die Uraufführung stattfand.
Zum 2000. Geburtstag der Stadt Solothurn wird TOBS das in Vergessenheit geratene Werk in einer neuen Bearbeitung zur Aufführung bringen.



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